13.02.2018

GRÄPER liefert innovative schlüsselfertige Stationslösung als Beitrag zum Klimaschutz

Erster Landstromanschluss für die Frachtschifffahrt in Niedersachsen im Cuxhavener Offshore-Hafen soll Schiffe künftig aus dem öffentlichen Stromnetz versorgen.

Seit vielen Jahrzehnten bietet GRÄPER als Spezialist bei der Planung und dem Bau von Betonstationen Kompetenz von Anfang an. Auf den Millimeter genau und individuell auf den jeweiligen technischen Inhalt zugeschnitten, verlassen pro Jahr etwa 4.000 begehbare und kompakte Stationen die Werke der GRÄPER-Gruppe und finden bei Kunden in ganz Europa die unterschiedlichsten Anwendungen.

Für die Realisierung des ersten Landstromanschlusses in Niedersachsen für Seeschiffe lieferte GRÄPER nun eine Konverterstation zum Offshore-Hafengelände nach Cuxhaven. Die knapp 11 Meter lange und gut 80 Tonnen schwere Station wurde komplett in den modernen Werkshallen von GRÄPER anschlussfertig hergestellt. Die Konverterstation ist unter anderem mit Frequenzumrichtern, Niederspannungstechnik sowie entsprechenden Klimaschränken ausgebaut. Zudem befinden sich in dieser Station zwei große Transformatoren (800 / 630 kVA), die auf Fahrschienen platziert sind. Damit ist ein schneller Austausch der Trafos im Fehlerfall möglich.

Unmittelbar an der Kaimauer des Offshore-Hafens in Cuxhaven errichtet die EWE NETZ im Auftrag der NPorts einen Anschluss an das öffentliche 20-kV-Stromnetz. In der Konverterstation wird dann der Wechselstrom aus dem öffentlichen Netz (400V/50 Hz) in Schiffsstrom (440V/60 Hz) umgewandelt.

Die Inbetriebnahme des Landanschlusses erfolgt ab März 2018. Während ihrer Liegezeit verbrauchen Schiffe ungefähr so viel Strom wie ein mittlerer Industriebetrieb. Die Dieselgeneratoren zur Stromversorgung der Schiffssysteme – für etwa Beleuchtung, Navigations- und Kommunikationseinrichtungen - sind Hauptemissionsquelle. In der Regel müssen die Verbrennungsmotoren während der Liegezeit laufen, wodurch Luftschadstoff- und Lärmemissionen entstehen. Die bordeigene Energieerzeugung mit Diesel oder Schweröl entfällt jedoch, sobald die Schiffe mit Strom aus dem öffentlichen Netz versorgt werden. Somit leistet die Anlage nach Angaben der beteiligten Unternehmen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Mittels der Landstromversorgung können Schiffe während der Liegezeit den CO2-Ausstoß um ca. 50% reduzieren. Die innovativen Gebäudelösungen von GRÄPER tragen damit aktiv zum Umweltschutz bei.

Über die GRÄPER-Gruppe
Die GRÄPER-Gruppe ist ein mittelständisches Unternehmen mit über 100jähriger Tradition. Unser Produkt- und Dienstleistungsspektrum haben wir in die Geschäftsbereiche Stationen, Baustoffe und Service zusammengefasst. Mehr als 650 Ingenieure, Facharbeiter und Servicekräfte sorgen an sieben Standorten in Deutschland, den Niederlanden und der Slowakei täglich für zukunftsweisende Produkt- und Servicelösungen. Mit unserer langjährigen Expertise und der systematischen Förderung von Innovation tragen wir zum Erfolg unserer Kunden bei.

Der Geschäftsbereich Stationen plant und liefert Stationsgebäude für die Versorgungswirtschaft einschließlich Elektrotechnik. GRÄPER gehört in seinem Segment zu den Marktführern in Europa und realisiert eine Vielzahl nationaler und internationaler Projekte. Anwendung finden die Stationen hauptsächlich in der Energiewirtschaft, Gasinfrastruktur, Telekommunikation oder auch Wasserlogistik. Aktiv wird die Entwicklung und der Bau von wichtigen Zukunftstechnologien vorangetrieben, wie beispielsweise maßgeschneiderte Gebäudelösungen für intelligente Ortsnetzstationen, Energieversorgung für Elektromobilität oder stationäre Batteriespeicher.

Quelle: EWE NETZ GmbH