08.10.2019

GRÄPER will in Heiligengrabe wieder ausbilden

Beton- und Energietechnik-Unternehmen will Fachkräftemangel vorbeugen - Betriebsfest lockte hunderte Besucher

Von Christian Bark (Märkische Allgemeine)

Die Beziehung des Beton- und Energietechnikunternehmens GRÄPER und der Gemeinde Heiligengrabe währt schon seit 28 Jahren. "Auf der Suche nach einem geeigneten Produktionsstandort in Brandenburg wurde Heiligengrabe entdeckt", heißt es von der Geschäftsführung. "Auch die gute Verkehrsanbindung hat dabei eine Rolle gespielt", erklärt Sven Schüler, Produktionsleiter im Geschäftsbereich Stationen. Nachdem 1992 die ersten Produktionshallen bezugsfertig gewesen waren, konnte GRÄPER in dem Jahr als erstes produzierendes Unternehmen im neu entstandenen Gewerbegebiet den Betrieb aufnehmen.

140 Mitarbeiter arbeiten dort heute in den Bereichen Service, Gemeinsame Dienste und Stationen. "Die Stationsgebäude gehen in die unterschiedlichsten Anwendungsgebiete", erklärt Sven Schüler. Neben den Stationen mit elektrotechnischem Inhalt finden sie Anwendung in der Gas- und Wasserinfrastruktur, im Bereich IT und Telekommunikation sowie im Sonderstationsbau. Gefertigt würden sowohl begehbare als auch kompakte Stationen. Laut Sven Schüler werden am Standort jedes Jahr rund 1000 kompakte Stationen produziert. Um die Leistung seiner Mitarbeiter, die jährlich immerhin eine Leistung von über 25 Millionen Euro erbringen, zu würdigen, hatte das Unternehmen nun ein großes Fest veranstaltet. Geschäftsführung und Betriebsrat hatten aktive und ehemalige Mitarbeiter mit ihren Familien eingeladen. Dem Ruf waren mehr als 300 Besucher gefolgt. Neben Verköstigung, Kinderschminken und Führungen durch den Produktionsstandort hatte auch die Band "Die Prignitzer" für Spaß und Geselligkeit auf und neben der Tanzfläche gesorgt. In der Band spiegeln sich die Vergangenheit und die Gegenwart von GRÄPER in Heiligengrabe wider. Bandmitglieder sind etwa Egmont Hamelow, der im Jahr 1992 als stellvertretender Amtsdirektor maßgeblich an der Realisierung des Gewerbegebietes und der Ansiedlung des Unternehmens beteiligt gewesen war, Hans-Paul Falkenberg, der von 1992 bis 2013 Betriebsleiter am Standort gewesen war, Guido Lachetzke, der seit fast zehn Jahren bei GRÄPER als Betonbauer arbeitet und Siegfried Strunk, der auch mehrere Jahre im Betonbereich der Firma beschäftigt war.

Neben den Blicken in die Vergangenheit und Gegenwart richten sich selbige auch in die Zukunft. Um auch künftig genug Fachkräfte in Heiligengrabe zu haben, will GRÄPER nun am Standort wieder ausbilden. "Bisher hatten wir in der Vergangenheit zum Elektriker und Bauzeichner ausgebildet", erinnert sich Sven Schüler. Zumindest in den Bereich der Elektrikerausbildung wolle man sich nach einer länger en Pause nun wieder orientieren. Ein berufsbegleitendes Studium sei ebenfalls denkbar.

Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung, 18. September 2019, S. 15