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Balve 03

09.09.2026
Umspannwerk Balve

Wer das Umspannwerk in Balve erreicht, hat bereits die erste Herausforderung gemeistert. Die Baustelle liegt hoch oben auf einem Berg. Die Anfahrt führt über schmale Straßen und steile Wege. Oben angekommen eröffnet sich ein weiter Blick ins Tal. Als wir die Baustelle besuchten, hatte kurz zuvor noch Regen eingesetzt. Nebelschwaden zogen über die Anlage und ließen erahnen, unter welchen Bedingungen hier in den vergangenen Monaten gearbeitet wurde.

Mit dem Umspannwerk in Balve stellte GRÄPER einmal mehr sein Leistungsspektrum als Anbieter ganzheitlicher Energielösungen unter Beweis. Neben der Lieferung des Betriebsgebäudes und der mehrteiligen Fundamentwanne für den Großtransformator, umfasste der Leistungsumfang auch die Elektromontage im 110-kV-Hochspannungsbereich, die Mittelspannungs- und Steuerverkabelung sowie die Inbetriebnahmevorbereitung. Damit übernahm GRÄPER wesentliche Gewerke entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines modernen Umspannwerks aus einer Hand.

Das Projekt verdeutlicht zugleich die Dimensionen der eingesetzten Infrastruktur. Für das Umspannwerk lieferte GRÄPER ein vollständig vorinstalliertes Betriebsgebäude mit einer Gesamtlänge von über 15 Metern und einem Gesamtgewicht von rund 133 Tonnen. Ergänzt wurde dies durch einen mehrteiligen Trafostand mit integrierter Ölauffangwanne und Feuerschutzsystemen, der weitere 89 Tonnen auf die Waage bringt. Darüber hinaus kamen zwei Kompaktstationen für den Eigenbedarfstransformator und den Sternpunktbildner zum Einsatz. Sämtliche Komponenten wurden bereits werkseitig mit umfangreicher Elektro- und Schalttechnik ausgestattet und vorverdrahtet geliefert. Dadurch konnten Montagezeiten vor Ort reduziert und die Inbetriebnahme effizient vorbereitet werden.

Über Innecken Elektrotechnik, seit 2025 Teil der GRÄPER-Gruppe, wurden zudem die Verseilungs- und Montagearbeiten im 110-kV-Hochspannungsbereich ausgeführt. Die Montageleistungen umfassten ferner die Mittelspannungs- und Steuerverkabelung

Energielösungen aus einer Hand
Seit Januar 2026 war das Team in Balve im Einsatz. Die Aufgabe: die elektrotechnische Umsetzung des Umspannwerks. Dazu gehörten die Baustelleneinrichtung, die Montage des Erdungsnetzes, die Verlegung und der Anschluss von Mittelspannungs- und Steuerkabeln sowie die Installation der Hochspannungsbetriebsmittel inklusive Verseilung und Verrohrung.

Doch nicht nur die technischen Anforderungen waren anspruchsvoll. Bereits die Logistik stellte alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen. Der Winter hatte die Region fest im Griff. Viele Fahrzeuge konnten die Baustelle nur mit Schneeketten erreichen. Selbst der Transport des Großtransformators auf den Berg erforderte eine minutiöse Planung und höchste Präzision. Was auf dem Papier nach einem einzelnen Arbeitsschritt klingt, war vor Ort eine logistische Meisterleistung.

Nach intensiven Monaten konnten die wesentlichen Arbeiten im Mai erfolgreich abgeschlossen werden. Mehrere GRÄPER-Standorte einschließlich Innecken Elektrotechnik arbeiteten dabei eng zusammen und übergaben das Objekt termingerecht an den Auftraggeber.

Blick nach vorn
Die nächsten Projekte stehen bereits in den Startlöchern. Mehrere weitere Umspannwerksprojekte stehen vor der Umsetzung. Das Projekt Balve unterstreicht die Leistungsvielfalt von GRÄPER, Energielösungen aus einer Hand zu realisieren, und zeigt gleichzeitig, dass komplexe Infrastrukturprojekte dieser Größenordnung erfolgreich umgesetzt werden können.